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03.08.2010, 12:24 Uhr
Ausbildungssituation kann noch nicht befriedigen
Gespräch über die aktuelle Arbeitsmarktlage
Im Zuge eines regelmäßigen Gedankenaustauschs besuchte der Landtagsabgeordnete Friedhelm Ortgies gestern die Lübbecker Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit. Dort sprach er mit Klaus Meister, dem operativen Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Herford, und Andreas Feuchert, Geschäftsstellenleiter Lübbecke, über die gegenwärtige Lage am Arbeitsmarkt.

"Der Arbeitsmarkt im Kreis Minden-Lübbecke entwickelt sich insgesamt positiv", bestätigt Ortgies. Diese Tendenz sei auch wichtig für die Unternehmen im Mühlenkreis. "Der Rückgang der Kurzarbeit zeigt, dass es auch für die Wirtschaft aufwärts geht. Gerade die familiengeführten Unternehmen im Kreis sind eine wichtige Stütze."

 

Die Lage am Ausbildungsmarkt gebe allerdings noch nicht so viel Grund für Euphorie. "Die Ausbildungssituation kann noch nicht befriedigen", wie Ortgies unterstreicht. Allerdings handele es sich bei dem Juli-Bericht der Agentur für Arbeit, der in den Medien ein großes Echo gefunden habe, um eine Momentaufnahme. "Wirkliche Klarheit werden wir erst im Herbst haben."

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beabsichtigt, ab dem 1. Januar 2011 alle Neu-Unionsbürger – durch Änderung des nationalen Rechts – für die Ausübung von Saisonbeschäftigungen in der Landwirtschaft und im Gartenbau von der Arbeitserlaubnispflicht zu befreien. Der Landtagsabgeordnete erläutert die Bedeutung des Vorhabens: "Durch diese Maßnahme wird eine höhere Fluktuation im Bereich der Saisonarbeit entstehen. Früher oder später wären die Neu-Unionsbürger im Rahmen ihrer Arbeitnehmer-Freizügigkeit allerdings sowieso zur Arbeitsaufnahme in Deutschland berechtigt gewesen. Ich sehe nicht, dass der heimische Arbeitsmarkt durch diesen Beschluss gefährdet wird."

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