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| 17.12.2009, 10:54 Uhr |
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Abschied eines „Urgesteins“
Dank an Friedhelm Ortgies und Rolf Klasing
Rahden (lamp). Teil zwei der Abschiedsfeiern von ehemaligen Mitgliedern des Rates der Stadt Rahden: Friedhelm Ortgies und Rolf Klasing, die im November aus dienstlichen Gründen nicht an der Ratssitzung mit Verabschiedung teilnehmen konnten, wurde jetzt von Bürgermeister Bernd Hachmann Dank und Anerkennung im Anschluss an die jüngste Sitzung des Rates in den Altstadt-Stuben ausgesprochen.
Wenn auch Rolf Klasing (SPD) nur eine Legislaturperiode dem Rat angehört habe, so habe er sich laut Hachmann hohes Ansehen erworben. „Ich bedanke mich für die stets konstruktive Zusammenarbeit“, sagte der Bürgermeister. Er freue sich, dass Klasing als sachkundiger Bürger der Stadt Rahden erhalten bleibe. Gleichzeitig wünschte er dem Ausgeschiedenen Glück bei der Ausübung seiner neuen beruflichen Aufgaben.
Rolf Klasing ist seit einigen Wochen Kämmerer des Landkreises Diepholz. Mit Friedhelm Ortgies (CDU) verabschiedete Bürgermeister Hachmann ein „Urgestein des Rahdener Rates“. Insgesamt gehörte Ortgies 28 Jahre dem Rat an. Erstmals kam er in dieses Gremium im Mai 1975. Dann folgte eine sechsjährige Unterbrechung, bevor der gelernte Landwirt von 1985 bis 2009 wieder ein Ratsmandat innehatte. Zwölf Jahre (1988 bis 2000) war er Fraktionsvorsitzender der CDU, elf Jahre (1989 bis 2000) Ortsvorsteher von Rahden. Seit 2000 ist der Christdemokrat Landtagsabgeordneter. Ortgies gehörte während der langen Ratszugehörigkeit zahlreichen Ausschüssen an und war teilweise deren Vorsitzender.
Außerdem übernahm er Aufgaben in Verwaltungs- und Aufsichtsräten sowie Verbänden. „Es hat mir immer Spaß gemacht“ Friedhelm Ortgies, der für die Landtagswahl im Mai 2010 auf Listenplatz 2 in OWL gesetzt ist und damit sicher im nächsten Landtag vertreten sein dürfte, begründete seinen Ausstieg aus der Kommunalpolitik in Rahden. Im Gegensatz zu seinen Landtagskollegen im Rheinland könne er das Doppelmandat aus Gründen der Entfernung nicht wahrnehmen, zumal die Sitzungstermine in der Regel an gleichen Wochentagen stattfänden. Er bedauerte dies wegen der vielen Schnittmengen von Kommunal- und Landtagspolitik.
„Es hat mir immer überwiegend Spaß gemacht in Rahden, und ich entschuldige mich jetzt bei denen, die ich zu hart angepackt habe“, sagte er. Dennoch sei es in der Vergangenheit eigentlich nie persönlich geworden, was er dem Rat auch für die Zukunft wünschte. „Streiten in der Sache“ gehöre natürlich dazu, um eine für Rahden segensreiche Arbeit leisten zu können. Denn, so Ortgies: „Die Zeiten werden nicht besser.“
Neue Westfälische vom 17.12.2009 |
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