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| 09.11.2009, 09:29 Uhr |
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Eine Erfolgsgeschichte
Traditionsbewusst und zukunftsorientiert – TuSpo Rahden feiert sein 100. Jubiläum
VON KLAUS FRENSING
Rahden. Sport ist die schönste Nebensache der Welt, heißt es. Am Samstagabend rückte er ganz in den Vordergrund, denn der TuSpo 09 Rahden feierte seinen 100. Geburtstag mit einer festlichen Gala. Und welche Bedeutung der Sport heute erlangt hat, zeigte die lange Liste der Gäste aus Sport, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, die dem Turn- und Sportverein zu seinem runden Jubiläum gratulierten. Als Moderator führte Pastor Stephan Thünemann durch den Abend.
"Der TuSpo ist ein lebendiger Teil unseres Gemeinwesens", unterstrich der 1. Vorsitzende Walter Gelbe in seiner bemerkenswerten Festrede. Er skizzierte grob die 100-jährige Historie des Turn- und Sportvereins und stellte sie in den gesellschaftlichen Zusammenhang. Aktives Mitglied im Präventionsrat, bedeutsam für die Integration der Neubürger, wichtig für Gesundheit und Bewegung und soziale Kontakte, "ist der TuSpo aus unsere Stadt nicht mehr wegzudenken"; wie Bürgermeister Bernd Hachmann den hohen Stellenwert des Vereins betonte.
Er leiste die beste Sozialarbeit, die man sich wünschen könnte, lobte das Stadtoberhaupt. Die lange Reigen der Gratulanten, die allesamt die grundlegende soziale und gesellschaftliche Bedeutung des Sports in der heutigen Zeit herausstellten, hatte zuvor Landrat Dr. Ralf Niermann eröffnet. Er bescheinigte dem TuSpo eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Mit seinem vielschichtigem Angebot spreche der Verein alle Altersgruppen an und könne mit großem Selbstvertrauen nach vorne schauen. Und er gehöre zu den großen Sportvereinen im Kreis Minden-Lübbecke. Mit 1.400 Mitglieder sei der TuSpo der größte Breitensportverein im Mühlenkreis, sagte der Präsident des Kreissportbundes, Dr. Jens Große. Der Erfolg komme nicht von ungefähr. Frisch und modern präsentiere sich der TuSpo auf seiner Homepage im weltweiten Netz und mit seinen zahlreichen Sportangeboten in den neuen Abteilungen.
Was den Chef der großen Sportfamilie (rund 130.000 Mitglieder) im Kreis am meisten erfreut: der Rahdener Traditionsverein schicke die meisten jungen Menschen zu den Aus- und Weiterbildungskursen des Kreissportbundes. Das schlägt sich in den zahlreichen Angeboten des Vereins nieder. Denn Turnen ist heute weit mehr als Barren, Boden und Bock, hob Marlies Schmale, Vizepräsidentin des westfälischen Turnerbundes, hervor. Gymnastik, Tanz, Fitness, Jazz-Dance und vieles mehr bringe heutzutage alle Generationen in Bewegung. Ein sehenswertes Beispiel aus dieser großen Sport-Palette bekamen die Zuschauer gleich vor Augen geführt. Der Freestyle Dance Club zeigte eine kleine Kostprobe aus seinem groovigen Programms.
"Die Freestyle Dancer sind einfach nur Klasse", war nicht nur Marlies Schmale begeistert. Ein wenig später präsentierte sich ein weiteres Aushängeschild des Vereins, die Taek Won Do-Kampfsportler um Stefan Lange. Zuvor hatten die 1. Vorsitzende des Turngaus Minden-Ravensberg, Christa Griwodz, und der Vorsitzende des Stadtsportverbands, Hans-Joachim Straßburg, Glückwünsche ausgesprochen. Auch der Landtagsabgeordnete Friedhelm Ortgies gratulierte dem Geburtstagskind zu seinem stolzen Jubiläum. Er betonte, dass der Sport in der Landespolitik nach wie vor einen hohen Stellenwert genieße. Der Vorsitzende des Fußballkreises, Fritz Struckmeyer, erinnerte daran, dass der TuSpo gleich zwei Jubiläen feiere. Vor 75 Jahren wurde die Fußballabteilung ins Leben gerufen. Struckmeyer hatte für verdiente TuSpo-Kicker, die nicht nur das runde Leder bewegt haben, sondern sich auch ehrenamtlich im Verein engagieren, Ehrennadeln mitgebracht.
Udo Blase, Ralf Buthenuth, Olaf Ewald, Rolf Goldstein, Jürgen Hagemann, Wolfgang Ude und Dirk Wickenkamp wurden mit der silbernen, Horst-Dieter Rehmet mit der goldenen Verbandsnadel ausgezeichnet. Der Gala-Abend bildete aber auch den würdigen Rahmen, langjährige Mitglieder zu ehren. Seit mehr als 40 Jahren im Verein sind Jürgen Hagemann, Wolfgang Hagemann, Hermann Kröger und Volker Thie. Über 50 Jahre dabei sind Wilhelm Diekmann, Reinhard Gerke, Paul Hohmann, Manfred Hohmeier, Hans Holzmeier, Udo Kuchenbecker, Friedhelm Lappe, Heinz Meier, Lieselotte Meier, Wilhelm Mohr, Irmtraud Möller, Horst-Dieter Rehmet, Hedi Seidel, Hartmut Spitz, Franz Wendt, Bent-Holger zur Heide und Karl-Gert zur Heide. Mehr als 60 Jahre dabei sind Alfred Müller, Günter Obermann und Heinz zur Heide.
Neue Westfälische vom 09.11.2009 |
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